Am Donnerstag, den 20.01.2022 von 19:00 - 22:00 Uhr, finden Wartungsarbeiten in unserm Onlineshop statt. Mehr erfahren
Zum Inhalt springen Zum Navigationsmenü springen

PSA -  Persönliche Schutzausrüstung

Untersuchungshandschuhe - Gummihandschuh oder sensible medizinische Schutzausrüstung?


Ein Untersuchungshandschuh ist nicht nur Bestandteil der PSA, sondern in erster Linie ein Medizinprodukt der Klasse I. Er ist DIE wichtigste Schutzbarriere zwischen Behandlern und Patienten. Der Untersuchungshandschuh gewährleistet den Schutz vor Infektionen und die Übertragung von Keimen. Grundsätzlich sind Untersuchungshandschuhe Einmal-/Einwegprodukte und dürfen nicht gewaschen oder desinfiziert bei unterschiedlichen Patienten getragen werden. Eine Desinfektion ist grundsätzlich abzulehnen. Erst recht, sobald der Untersuchungshandschuh mit problematischen Keimen, Blut oder sonstigen Verschmutzungen kontaminiert ist oder sichtbare Perforationen zu erkennen sind. Auch das Ablegen und erneute Anziehen ist keine Option, da man nie weiß, welche Keime sich an der Oberfläche des Handschuhs ansiedeln! Daher soll der Untersuchungshandschuh nur einmal verwendet werden, um eine Kontamination der Umgebung und das eigene Infektionsrisiko zu vermeiden. 

Grundlagen und regulatorische Hintergründe

Bei Untersuchungshandschuhen handelt es sich um ein Medizinprodukt der Klasse I. Basis für jedes in Europa zugelassene Medizinprodukt bildet die Richtlinie 93/42/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 über Medizinprodukte. Seit dem 25. Mai 2017 wird diese durch die Verordnung über Medizinprodukte (EU) 2017/745 (MDR) ersetzt. Unter Einhaltung einer Übergangsfrist bis zum 26.05.2020 ist die MDR in nationale Gesetze umzusetzen. Die Grundlage für die Handschuhe bilden rechtsverbindliche nationale und europäische Normen.

Kennzeichnung von persönlicher Schutzausrüstung

Ob ein Untersuchungshandschuh ein medizinischer Handschuh oder ein Schutzhandschuh ist – oder gar beides – ist abhängig von der jeweiligen Zulassung bzw. Testung des Herstellers. Dies ist an der Kennzeichnung auf dem Produkt oder der Produktverpackung zu erkennen.

Die Kennzeichnungen von Medizinischen Untersuchungshandschuhen und der Persönlichen Schutzausrüstung finden Sie hier.

Händehygiene, Hautschutz und Hautpflege

Allergisch auftretende Hautprobleme gehören zu den häufigsten berufsbedingten Erkrankungen. Somit stellen in den hygienerelevanten Bereichen hochwertige Produkte zur Reinigung, Pflege und Desinfektion der Haut eine wichtige Grundlage dar, um Irritationen der Haut vorzubeugen. In Gesundheitseinrichtungen sind die Arbeitgeber verpflichtet, Pflege und Schutzprodukte zur Verfügung zu stellen.

Für den medizinischen Bereich, in dem die Hygiene eine große Rolle spielt, ist es besonders wichtig, geeignete Maßnahmen und Mittel zum Einsatz zu bringen, die ein Austrocknen der Haut verhindern und allergische Begleiterscheinungen weitestgehend reduzieren. Hierzu eignet sich eine Waschlotion, die seifenfrei, alkalifrei, parfümfrei, farbstofffrei und frei von Parabenen ist – beispielsweise die PLULINE Waschlotionen

Neben der medizinischen Waschlotion ist eine hochwertige Pflege sowie Schutz der Haut unumgänglich. Regelmäßige Pflege mit hochwertigen Lotionen oder Cremes stellt zudem die Händehygiene sicher. Nur eine gesunde und saubere Haut kann auch zuverlässig desinfiziert werden. Die Richtlinie des RKI empfiehlt besonders Personen, die regelmäßig Handschuhe tragen, häufig Händewaschen oder Wasserkontakt haben:

•    die Verwendung von Hautschutzlotion oder Creme vor dem Kontakt mit wässrigen Lösungen (Wasser in Öl), 
•    mehrfach täglich die Verwendung von leichter und schnell einziehender Emulsion (Öl in Wasser),
•    fetthaltige Produkte (Wasser in Öl) vor Pausen, nach Arbeitsende und im Winter zu verwenden.

Je nach Hauttyp variiert die situationsgerechte Hautpflege und sollte in eigener Verantwortung erfolgen. Hier gilt es lieber einmal mehr, als zu wenig zu Pflegen.

Händedesinfektion – 3 Gründe für die alkoholische Händedesinfektion

Die Verwendung eines alkoholischen Händedesinfektionsmittels ist im medizinischen Bereich einer hygienischen Händewaschung vorzuziehen wegen:

  1. der schnellen Durchführbarkeit und Wirksamkeit,
  2. der besseren Hautverträglichkeit
  3. des Wirkungsspektrums

Fast 90 % aller Keime werden über die Hände übertragen. Im Gegensatz zum Händewaschen verbleiben bei der Händedesinfektion die Hautlipide auf der Haut und somit wird die Schutzfunktion der Hornschicht behalten. Hochwertige Händedesinfektionsmittel beinhalten hautpflegende Zusätze und sind frei von Farb-, Konservierungs- und Parfümzusätzen. Hautirritationen kommen hier nur selten vor. Häufiges und ausgedehntes Händewaschen verursacht rissige Haut, bietet Keimen mehr Besiedelungsfläche, da rissige Haut schwerer sauber zu halten ist und kann zur Arbeitsunfähigkeit führen.

Mundschutz – OP-Masken

Schutz – oder störende „Vermummung“?

Bis zu 100 Milliarden Bakterien tummeln sich in der Mundhöhle eines Menschen. Viele davon sind unverzichtbar, um die Neutralisation und Desinfektion des Zahnapparates aufrecht zu erhalten. Einige andere können aber auch schwerwiegende Infektionen auslösen. Jeder Mensch kann solche „schlechten“ Keime in der Mundhöhle an seine Mitmenschen weitergeben, z. B. durch Niesen, Husten, Küssen oder dentalmedizinische Behandlungen und Eingriffe (Tröpfcheninfektion). Einige Erreger machen sich dabei noch nicht einmal bemerkbar und der Träger spürt keine Symptome. Der korrekte Mundschutz soll vor Staubbelastungen und Keimausbreitungen schützen, die durch Tröpfchen - z. B. im Auswurf von Patienten - oder durch das Berühren mit kontaminierten Händen auftreten.

Voraussetzung für den richtigen Schutz ist die richtige Auswahl. Die Anforderungen sind in der DIN EN 14683 Medizinische Gesichtsmasken – Anforderungen und Prüfverfahren – festgelegt. Die Norm bildet immer nur die Mindestanforderung an ein Produkt und gibt keine Auskunft über die tatsächlichen Eigenschaften.

Auf folgende Eigenschaften und Angaben sollte daher geachtet werden: 
•    CE Kennzeichen durch die Hersteller - damit ist die Konformität gemäß der DIN EN 14683 gewährleistet
•    Filterleistung >98 % und ggf. ein Spritzschutz (Typ IIR)
•    zusätzliche Eigenschaften, wie z. B. Farbe, Muster, zum Binden oder mit Schlaufengummi, Allergene (z. B. Latex im Nahtmaterial, Gummizug oder Nickel im Nasenbügel) 
•    Atemwiderstand, speziell bei Brillenträgern 

Augen- und Gesichtsschutz


Im Praxis- und Laboralltag sind Augen- und Gesichtsschutz (z. B. Schutzbrillen oder sogenannte „Face Shields“) ein wichtiges Arbeitsmittel. Es kann vorkommen, dass Flüssigkeiten oder kleine Partikel ins Auge geraten. Damit das nicht geschieht, sollte ein Augen- und/oder Gesichtsschutz getragen werden. So ist der Schutz vor Infektionen, ätzenden Stoffen, chemischen Lösungsmitteln und anderen Störungen, die die Arbeit erschweren, gewährleistet.
Ein Gesichtsschutzschild bietet optimalen Schutz und hohen Tragekomfort durch das geringe Gewicht und leicht zu biegende Gestell. Damit der Gesichtsschutz auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können, sind sie meist winkel- und höhenverstellbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie nicht reflektieren und eine Anti-Fog-Beschichtung besitzen. So wird eine störungsfreie Behandlung sichergestellt.
Bei Schutzbrillen ist der Schutz vor Aerosolen zwar höher, jedoch wird nur die Augenpartie abgeschirmt, nicht das ganze Gesicht oder der Hals. Je nach Anwendung sollte ggf. auf einen (zusätzlichen) Gesichtsschutzschild zurückgegriffen werden.

Wir empfehlen das Tragen eines Augen- und/oder Gesichtsschutzes bei folgenden Tätigkeiten:

•    Beim Einsatz des Airflows oder bei der professionellen Zahnreinigung (PZR), da der austretende Sprühnebel, Flüssigkeiten oder Partikel zu Augeninfektionen führen können. 
•    Bei der manuellen Aufbereitung von Medizinprodukten, sodass keine Spritzer ins Auge oder auf die Haut geraten.
•    Beim Schleifen oder Bohren am Zahn sowie der PZR empfehlen wir eine Schutzbrille mit einer Anti-Kratz-Beschichtung aus Polycarbonat.
•    Werden Polimerisationslampen oder Laser verwendet, sollte auf einen Augenschutz mit einem Filter gegen gefährliche UV-Strahlung zurückgegriffen werden. Auf diese Weise wird ein kontrastreiches und blendfreies Sehen sichergestellt.