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Bleaching und Zubehör für die Zahnarztpraxis

Bleaching ist schon lange nicht mehr nur ein Trend aus den USA, sondern im Mainstream angekommen. Die ästhetische Zahnaufhellung ist immer gefragter, die Nachfrage steigt und der Markt boomt. Für Zahnmediziner kann es daher durchaus rentabel sein, ein Angebot für Zahnaufhellung in das medizinische Gesamtkonzept aufzunehmen, um nicht nur den bestehenden Kundenstamm zu bedienen, sondern auch neue Patienten zu gewinnen.

Marktentwicklung für Bleaching

Die Nachfrage nach der Aufhellung ist in den letzten Jahren gestiegen. Dies betrifft nicht nur frei im Handel erhältliche Produkte, sondern auch das  professionelle Bleaching durch den Zahnarzt. Eine Umfrage der OPTI Zahnberatung GmbH in Anlehnung an eine Studie von Allensbach und IDZ ergab, dass jeder 30. Patient aktiv nach einem Bleaching fragt, während jeder 12. Patient die Leistungen in Anspruch nehmen würde, wenn diese angeboten werden. Auf aktive Ansprache und Information über Zahnaufhellungen reagiert jeder sechste Patient positiv.

Lohnt sich die Erweiterung der Praxisleistung um ein Bleaching-Angebot? Bleaching kann für die Praxis eine sinnvolle und rentable Erweiterung des Leistungsspektrums sein. Die Nachfrage ist in den letzten Jahren gestiegen, sodass immer mehr Patienten eine Behandlung in Anspruch nehmen wollen. Da es sich um eine Privatleistung handelt, kann die Praxis den Preis der Behandlung und dementsprechend den Stundenhonorarumsatz nach eigenem Ermessen bestimmen.
Um eine Zahnaufhellung durchführen zu können, wird immer eine professionelle Zahnreinigung vorausgesetzt. Im Vergleich zu den Umsätzen pro Stunde für eine Zahnreinigung liegt das Bleaching deutlich darüber. Da nach ein bis zwei Jahren der Bleaching-Effekt nachlässt und die Behandlung regelmäßig wiederholt werden muss, bietet ein Recall-System an. Dies ist auch bei einer PZR empfehlenswert. So wird die regelmäßige Wiederkehr und Zufriedenheit des Patienten gesichert - eine sinnvolle, umsatzsteigernde Maßnahme. 

Bleaching Methoden & Techniken

Durch die stetige Nachfrage nach ästhetischen Zahnbehandlungen werden fortdauernd Techniken und Verfahren weiterentwickelt. Zu den häufigsten Bleaching-Methoden zählen In-Office Bleaching, Home Bleaching und Walking-Bleach-Technik.

In-Office-Bleaching - Bleaching in der Praxis

Wie der Name es bereits verrät, wird der Bleichvorgang vollständig in der Zahnarztpraxis durchgeführt. Bei Zahnverfärbungen, die von außen in den Zahn eingedrungen sind, wird die In-Office-Bleaching Methode angewendet.
Es wird zunächst mit einem Lichthärtenden Abdeckungs-Kunststoff das Zahnfleisch abgedeckt, sodass im Anschluss das Bleichmittel äußerlich auf die Zähne aufgetragen werden kann. Die Wirkung kann mit einer speziellen Lampe oder Laserlicht gezielt intensiviert werden.

Walking-Bleach-Technik - Bleaching in der Praxis

Die Walking-Bleach-Technik wird auch “Internes Bleaching” genannt.
Anders als bei den zuvor aufgeführten Methoden wird hier eine interne Aufhellungstherapie durchgeführt, welche bei Verfärbungen wurzelgefüllter Zähne angewendet wird. Das Bleichmittel wird demnach in den eröffneten Zahn eingegeben. Die gewünschte Aufhellung wird nach einigen Tagen erreicht. Bis dahin wird der Zahn provisorisch verschlossen. 

Home-Bleaching - Bleaching zu Hause

Auch diese Methode wird bei äußerlich angewandten Behandlungen durchgeführt. 
Hierfür fertigt der Zahnarzt in der Praxis eine passgenaue Zahnschiene aus Kunststoff an. Anschließend führt der Patient nach genauer Anweisung des Arztes den Bleichvorgang selbständig durch, indem die Zahnschiene mit dem Bleichmittel befüllt wird. Der Patient muss je nach Präparat die Zahnschiene für eine oder mehrere Stunden tragen. 

Patientenaufklärung und Marketing 

Patientenaufklärung

Der Patient hat sein Interesse an einer professionellen Zahnaufhellung bekundet, schwankt jedoch noch zwischen der günstigeren Variante mit Drogerieprodukten und der Aufhellung beim Zahnarzt? Dann sollten Sie ihm 4 gute Gründe nennen, warum ein Zahnbleaching nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden sollte:

1. Die Konzentration des Bleichmittels in freiverkäuflichen Produkten aus der Drogerie sind meist wesentlich geringer als die des Zahnarztes und hellen somit Zähne kaum auf. Denn laut Gesetzgebung dürfen freiverkäufliche Präparate nur noch eine maximale Konzentration von 0,1% Wasserstoffperoxid enthalten. Höher konzentrierte Bleichmittel dürfen nur Zahnärzte verwenden. 
2. Bleaching-Produkte werden in der Drogerie oft im Set mit universalen Zahnschienen angeboten. Sitzen diese schlecht, kann das Bleichmittel austreten und mit dem Zahnfleisch in Berührung kommen. Dies kann zu schwerwiegenden Entzündungen und Schäden am Zahnfleisch führen.

3. Nur ein Zahnarzt kann überprüfen, ob Bleaching überhaupt in Frage kommt. Karies oder feine Zahnschmelz-Risse sprechen beispielsweise gegen eine Zahnaufhellung. Außerdem kann auch nur ein Zahnarzt den Patienten darüber aufklären, welches zu erwartende Ergebnis umsetzbar ist.

4. Vor jedem Bleaching wird dringend eine professionelle Zahnreinigung (PZR) empfohlen, welche nur von geschultem Fachpersonal mit professionellen Geräten durchgeführt werden kann. 

Marketing - Tipps & Tricks

Viele Praxen bieten Ihren Patienten ein vollumfassendes Bleaching-Angebot, sodass es oft schwierig ist, sich am Markt zu behaupten. Wir geben einige wichtige Tipps, wie Sie sich von der Konkurrenz abheben können.
Zum einen können Sie Ihr Angebot auf dem klassischen Weg bewerben mittels Broschüren, Flyern, Plakaten oder Videos im Wartezimmer. Nicht zu unterschätzen sind jedoch online Werbemöglichkeiten, beispielsweise über die eigene Website. Hier können Sie interessierte Nutzer über Ihr Leistungsspektrum, Kosten und Risiken informieren und Vorher-Nachher-Ergebnisse zeigen. 
Der Patient kann auch im Rahmen einer Professionellen Zahnreinigung auf das Angebot aufmerksam gemacht werden. Dabei kann der Behandler den Patienten auf eine mögliche Zahnaufhellung ansprechen. Hierbei unterstützen Vorher-Nachher-Bilder. Zeigt der Patient Interesse, vereinbaren Sie am besten direkt ein Aufklärungsgespräch oder geben Sie entsprechendes Infomaterial mit. 
Findet ein Aufklärungsgespräch statt, sollten sich Behandler und Team auf die häufigsten Fragen zum Thema Bleaching vorbereiten: 

  1. Was ist die wichtigste Voraussetzung, um ein Bleaching durchführen lassen zu können? Ersetzt Bleaching eine professionelle Zahnreinigung? 
  2. Wann brauche ich ein Bleaching? In welchen Fällen ist ein Bleaching nicht geeignet?
  3. Kann ein Bleaching auch durchgeführt werden, wenn ich Kronen oder Zahnfüllungen habe?
  4. Welche Nebenwirkungen kann ein Bleaching haben? Beschädigt Bleaching die Zähne?
  5. Wie lange dauert eine Bleaching-Sitzung und was kostet sie?
  6. Was ist nach der Behandlung zu beachten?
  7. Wie lange hält das Ergebnis beim Zahnbleaching?

Nach erfolgreich abgeschlossener Behandlung können Sie den Patienten um eine Online-Bewertung bitten - beispielsweise auf entsprechenden Bewertungsportalen oder ggf. direkt auf Ihrer Website, falls Sie ein Feedback-Formular anbieten.